Die zwei größten Tyrannen der Erde: der Zufall und Nofollow Links. Johann Gottfried von Herder

Bloggen heißt Denken

Erstellt am: 7. Dezember 2011 | Author: Pierre | Kategorie: Kreativität | 1 Kommentar »

Bloggen ist die Tätigkeit bei der Gedanken strukturiert und für andere zugänglich werden. Diese Definition steht nicht in der Wikipedia. Es ist meine eigene. Warum sie hier steht? Nun, Webmaster Friday hat dazu aufgefordert auf den Satz „Ich blogge, weil …“ zu reagieren. Ich konnte nicht anders.

Die Gedanken beginnen im Kopf. Es ist eine Verbindung von zwei Ideen wodurch eine dritte – bisher unbekannte und neue – Idee entsteht. Noch ist dieses Gedankengebilde mental und durch die Zur-Papier-Bringungen werden die Gedanken auf ihre innere Konsistenz und ihre Logik geprüft. Der Blogger schreibt also zunächst für sich und stellt dann seinen Lesern diese Gedanken zur Verfügung. Das Aufbereitungsmedium ist da natürlich ihm überlassen, auch wenn bloggen meistens schreiben heißt, so sind Flow Charts, Bilder und Videos angenehm.

Die Tätigkeit des Bloggens entsteht für mich erst durch den Veröffentlichungsort. Während Redakteure für Zeitungen schreiben, so schreiben Blogger für ihren Blog. Dank der Web 2.0 Revolution sind die Hürden eine eigene Internetseite bzw. einen Blog aufzusetzen, derart stark gesenkt, dass jeder seine Gedanken in das weltweite Netz pusten kann. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. So ist es schön, dass jeder ohne Zensur schreiben kann. (Ein Freifahrtsschein sollte das trotzdem nicht sein.) Denn jeder Müll gelangt so ins Web. Auf der anderen Seite kann natürlich jeder zum Verleger werden, wenn er einen Blog betreibt. Er produziert seine eigene Texte und muss sich keiner Instanz unterordnen. Er hat keine Druckkosten und muss nur sich selbst organisieren.

Das einfache Veröffentlichen der Gedanken ist eine der Errungenschaften des Internets und dies schafft neue Aufgaben. Während früher Journalisten in ihren Sitzungen für uns gefiltert haben, müssen wir das nun selbst übernehmen. Wir werden quasi mündig und das kann ganz schön anstrengend sein.

Eine Angst vor all diesen Gedanken halte ich für unberechtigt, da die meisten Gedanken auf Googles Suchergebnisseiten weit hinter 100 ruhen und es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie jemals angesehen werden. Hier zeigt sich, dass das bloße Texte ins Web blasen, nur der Anfang und nicht das Ende sein kann. Denn der Erfolg kommt, wenn die Qualität stimmt und damit meine ich regelmäßige und gute Beiträge. Wer natürlich nur für sich schreibt, der braucht sich nicht um seine Platzierung bei Google kümmern.


Ein Kommentar zu “Bloggen heißt Denken”

  1. 1 Ich blogge, weil… | Seitenbetreiber.de sagte zu 07:49 am 7. Dezember 2011:

    [...] Linkbuildingblog.de: “Bloggen heißt Denken” [...]

Hinterlasse einen Kommentar