Googles Selbstbeherrschung ist der beste Unterricht für seine SEOs. Demokrit

SEO ist für alle da

Erstellt am: 31. Juli 2011 | Author: Pierre | Kategorie: Kreativität | Tags: , , , , , , | 4 Kommentare »

Webmasterfriday fragt: „Welchen Ruf hat die Suchmaschinenoptimierung?“. Ich als Linkbuilder vom Linkbuildingblog antworte und gebe zu: Es gibt schwarze Schafe, aber wer nachhaltig handelt, der kann es sich nicht leisten, gegen Googles Richtlinien zu verstoßen und Spammerei zu betreiben.

Beim SEO ist die Frage „Was ist SEO?“ falsch gestellt, denn es geht vielmehr darum zu klären „Was kann ich mit SEO machen?“. Mit dieser Frage kommen wir der Klärung des Rufes von SEO näher. Wer SEO betreibt, bewegt sich in einem der beiden großen Tätigkeitsbereichen. Es kann die Offpage Optimierung oder die Onpage Optimierung betrieben werden.

Die Offpage Optimierung ist die Tätigkeit des bewussten beziehungsweise absichtlichen Link setzens, um Effekte für die Zielseite zu erzielen. Diese Effekte umfassen die Trafficsteigerung und die Verbesserung des Rankings in den Suchmaschinen. Daneben gibt es noch zweitrangige Effekte wie die Verbesserung des PageRanks oder des AlexaRanks.

Die Onpage Optimierung beschäftigt sich mit der Internetseite. Dabei soll diese so gestaltet werden, dass die Bots und Crawler der Suchmaschinen diese Seiten besonders einfach besuchen und indexieren können, damit sie schnell in den Index aufgenommen werden.

Nicht das was, sondern das wie entscheidet

Wir wissen nun, was wir mit SEO machen können. Doch es muss noch geklärt werden, wie wir es machen können. An dieser entscheidenden Stelle trennen sich nämlich White Hats von den Black Hats oder zu Deutsch die Schafe mit der weißen Weste trennen sich von den schwarzen Schafen.

Die Onpage Optimierung findet für zwei verschiedene Zielgruppen statt. Da wären die Menschen und da wären die Bots und Crawler der Suchmaschinen. Google hat Richtlinien aufgeschrieben was in der Onpage Optimierung durchgeführt werden darf  und was verboten ist. Wer sich an diese Richtlinien hält, kann als White Hat bezeichnet werden. Wer hingegen Methoden anwendet, die verboten sind, wird als Black Hat bezeichnet. Das Cloaking ist ein Beispiel für Black Hat Methoden. Beim Cloaking wird eine Technik eingesetzt, die dafür sorgt, dass Webcrawler eine Webseite unter der gleichen URL anders sehen als wir Menschen. Eine andere Methode ist das Keyword stuffing. Hierbei werden viele Suchbegriffe auf einer Seite im Contentbereich oder in den Meta Tags eingetragen, um das Ranking der Seite zu verbessern. Beide Techniken sind verboten.

Die Offpage Optimierung findet nicht auf der Seite statt, sondern für die Seite auf anderen Webseiten. Ob wir hier Black Hats werden, hängt von der Art und Weise des Linkaufbaus ab. Wer schnell viele Links sammelt, macht sich verdächtig. Aus diesem Grund sollten Linkbuilder immer versuchen das natürliche Verhalten der User im Internet zu simulieren. Es macht nämlich einen Unterschied ob eine neue Seite schnell viele Links bekommt oder ob sie alle paar Tage nur einen bekommt. Auch sind die Linkquellen wichtig, denn 700 Links aus Forenprofilen schreien grade zu nach Spam. Gute Linkbuilder sollten viele Quellen kennen und die zu optimierende Seite sinnvoll verlinken. Hier gewinnt guter Content, also gute Inhalte. Zwar sind die Links für die Crawler wichtig, aber über den Link kommen auch Besucher, die natürlich nicht veralbert werden sollten.

Schreib Gutes und verlinke es. Walter Fisch

Ist es nun schädlich SEO zu betreiben? Mein klare Antwort: Nein, aber es muss sich an die Regeln gehalten werden und die Optimierung der Seite nur so vorangebracht werden, wie es auch in der „Natur“ geschehen würde. Das heißt die Suchmaschinenoptimierung dient hier als Optimierung, also als Antrieb, um eine Webseite bekannt zu machen. Wer dem Glauben verfallen ist, dass gute Inhalte alleine ausreichen, um in den Suchergebnissen weit vorne zu erscheinen, der wird ungelesen bleiben.

SEO ist somit der Anfang und das Ende einer Webseite. Nehmen wir an eine Webseite wurde frisch erstellt. Niemand kennt sie und in Google gibt es Millionen Angebote zu einem bestimmten Suchbegriff (Keyword) der Webseite. Nur weil ein Autor hier jetzt gute Texte online stellt, heißt das nicht, dass er im Ranking steigt. Somit benötigt er einen SEO, der die Seite optimiert und ihm einen gewissen Status bei Google und in der Community erarbeitet.

Sollte der Autor regelmäßig neue hochwertige Texte liefern, so kann er sich über die Nachhaltigkeitseffekte freuen, denn Besucher lesen gerne neue und gute Texte. Außerdem freut sich Google über die Aktivität auf dieser Seite. Wenn dieser Status erreicht ist, dass ein gewisses „Grundrauschen“ auf der Seite vorhanden ist, dann hat der SEO seine Arbeit erfolgreich erledigt. Nun kann der Autor neue Texte veröffentlichen und sich über die Besucher freuen, die wie von alleine kommen.

In anderen Bereichen – wo zum Beispiel – etwas verkauft wird, ist es wichtig sehr weit vorne in Google Suchergebnissen zustehen. Hier braucht es gute SEOs, die die Seite nach vorne bringen und für die Zukunft handeln. Ein Black Hat kann zwar kurzzeitigen Erfolg erzielen. Doch dieser wird schnell verpuffen.

Wir halten also fest: Wer dauerhaft Erfolg haben möchte, muss langfristig denken und so handeln. Das heißt Google Richtlinen sollten gekannt werden und die Offpage Optimierung sollte möglichst natürlich erfolgen.  Wer hingegen den schnellen und möglichen kurzen Erfolg sucht, kann Black Hat werden, muss sich aber schnell nach einem neuen Projekt umsehen.

Black Magic SEO - Ranked Hard SEO Comic

Jeder ist SEO

Ob wir es glauben oder nicht, alle Personen die im Internet Inhalte oder Webseiten produzieren, betreiben SEO. Dies geschieht aus dem Motiv, dass sie gelesen werden wollen. SEO beginnt nämlich schon beim absichtlichen Link setzen. Mag es nur einer sein, aber er kann die Tür zu einer Welt mit Traffic öffnen.

Der Vorwurf, dass mit SEO die Ergebnisse in den Suchmaschinen manipuliert werden, hält sich hartnäckig. Aber wenn jeder SEO betreibt, die einen mehr, die einen weniger. Wo findet dann die Manipulation statt? Richtig, es gibt sie nämlich nicht. Dies liegt an der Tätigkeit aller und an Google selbst, denn der Suchmaschinengigant liefert jedem Menschen andere Ergebnisse. Das heißt ein Berliner erhält zum Suchbegriff SEO andere Seiten, als eine Person aus Köln oder aus den USA. Wer also glaubt, dass die „objektiven“ Ergebnisse verfälscht werden, der irrt. SEO ist schlichtweg die Tat von handelnden Menschen, die ihre Fußstapfen in den Suchmaschinen hinterlassen wollen.


4 Kommentare zu “SEO ist für alle da”

  1. 1 Philip Hoevels - Wildner Akademie sagte zu 20:27 am 31. Juli 2011:

    Vielen Dank für diesen sauber strukturierten Artikel. Ich stimme Dir in allen Punkten. Insbesondere in Punkto Nachhaltigkeit und die Content-Qualität. SEO hat seine Berechtigung, Du hast die Teilbereiche schön illustriert. Werde den Artikel auch unseren Teilnehmern empfehlen. In unserem Weiterbildungs-Blog haben wir schon öfters über SEO und Co geschrieben.

  2. 2 Pierre sagte zu 05:32 am 31. Juli 2011:

    Vielen Dank!

  3. 3 Martin sagte zu 19:25 am 31. Juli 2011:

    Bravo Artikel. Las sich echt angenehm und fands ganz informativ.
    Das Bild zum Schluss ist der Kracher schlechthin! Echt toll^^

    Weiter so.

  4. 4 Pierre sagte zu 08:23 am 31. Juli 2011:

    Danke.

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