Ein SEO ohne Geheimnisse ist wie eine Blume ohne Duft. Maurice Chevalier

Kreativität – Freiheit mit System

Erstellt am: 22. Juni 2011 | Author: Pierre | Kategorie: Kreativität | Tags: , , | 3 Kommentare »

Denken wir an Kreativität so fallen Begriffe wie Freiheit, Verrücktheit, Gelassenheit und Regellosigkeit. Wir assozieren den kreativen Prozess mit einer wilden Party. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Ich möchte zeigen, dass systematische Kreativität möglich ist und oft zu besseren Ergebnissen führt, als zielloses Nichtstun.

Kreative Fahrradlagerung.

Zentraler Begriff der Kreativität ist der Begriff der Idee. Die Idee bezeichnet etwas das noch nicht vorhanden ist und sich erst im Geistes seines Erschaffers befindet. In der Regel ist sie ein Novum und erst durch ihre Umsetzung wird sie konkret gestaltet. Das Ziel einer jeden Kreativitätssitzung sind Ideen. Doch wer Ideen will, muss nicht auf sie warten, denn es gibt hilfreiche Methoden, die für eine Kreativitätsflut sorgen (können).

Ideen sind:

  • einfach zu vermitteln
  • überraschend, dass heißt sie sind ungewöhnlich und innovativ
  • effektiv, dass heißt sie führen zu einem Ziel
  • umsetzbar – legal und bezahlbar sollen sie sein

3 Grundelemente

In der Kreativität gibt es drei Grundelemente. Dies wären, dass

  • Kopieren
  • Transformieren und
  • Kombinieren.

Was heißt das genau? Unter Kopieren soll der Vorgang des Schauens bei der Konkurrenz oder bei anderen verstanden. Wir müssen uns übrigens an dieser Stelle eingestehen, dass jede Idee mit anderen Ideen zusammenhängt und es deswegen okay ist, dass bestehendes kopiert wird.

2. Schritt, dass Tranformieren. Die nun kopierte Idee muss dem bestehenden System angepasst werden, dass heißt sie sollten die Idee in ihre Firma (oder was auch immer) integrieren und dabei, dass verbessern der Idee nicht vergessen.

Letzter Schritt: Kombinieren. Es ist ganz einfach, kombinieren Sie bestehende Ideen miteinander, so entstehen neuartige Dinge.

Ein Beispiel: Bevor es das Automobil gab, gab es schon seit der Antike Räder, es gab Kutschen und es gab die Dampfmaschine. Es musste erst jemand auf die Idee kommen, diese Dinge mit einander zu kombinieren. Oder: Guttenberg hat den Buchdruck erfunden, aber die Tinte gab es seit der Antike, Eisen war bekannt und Papier/Papyrus gab es auch schon lange.

Gezielte Kreativität

1. Wie haben andere mein Problem gelöst? Machen Sie sich klar, wie Ihre jetzige Situation ist. Das geht am besten in dem Sie die Eigenschaften Ihres Unternehmens/Ihrer Website aufzählen und dann die Interessantesten heraussuchen. Eine Website kann sein:

  • informativ
  • bietet Lösungen an
  • unterstützt Leser
  • hat tolle Widgets
  • usw.

Dann schauen Sie sich andere Websiten an, die erfolgreich sind und fragen Sie sich:

  • Was macht diese Seiten erfolgreich?
  • Wie wurde mein Problem gelöst?
  • Was kann ich übernehmen?

2. Den Idealfall ergründen. Sie suchen wieder eine Idee. Diesmal geht Ihr Weg über die Konstruktion eines Idealfalls. Machen Sie sich klar, wie Ihre Website da steht, wenn alles ideal läuft: Sie haben viele Besucher, viele Kommentaren und auf Ihrer Website ist allgemein viel los. Sogar Google liebt sie. Nun fragen Sie sich: Wie erreiche ich das? Jetzt schauen Sie wieder zur Konkurrenz: Wie hat die Konkurrenz, dass erreicht? Was hat der Erstplatzierte in Google getan, damit er für mein Keyword dort steht? Nachdem Sie, dass herausgefunden haben, übertragen Sie die Ideen auf sich selbst.

3. Die Perspektive wechseln. Stellen Sie Ihr Wissen und den Erfolg Ihrer Website in Frage. Konstruieren Sie gegenteilige Annahmen des Idealfalls.

Beispiel:

  • Idealfall: Seite hat viele Besucher. Gegenteil: Seite hat keine Besucher.
  • Idealfall: Seite wird geliked. Gegenteil: Niemand liked Ihre Seite.

Sie werden merken, wie sich in Ihrem Kopf etwas bewegt.

Bildquelle: Flickr, michael_reuter

Dieser Artikel ist im Rahmen der Webmasterfridayfrage entstanden: Wie geht Kreativität?

Das war nur einer kleiner Auszug der Möglichkeiten der Ideenfindung. Wenn Sie Interesse an einem professionellem Ideencoaching haben, so setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Mein Team und ich unterstützen Sie gerne.

3 Kommentare zu “Kreativität – Freiheit mit System”

  1. 1 Semantologe sagte zu 13:20 am 22. Juni 2011:

    Hey

    interessanter Beitrag, habe aber einen Punkt zu beantstanden: Bei den 3 Grundelementen fehlt ganz klar das Kreieren als 4. Punkt …

    semantologe

  2. 2 Martin sagte zu 14:18 am 22. Juni 2011:

    Ein weiterer guter Artikel zu dem Thema ist folgender:
    http://blog.ruslans.com/2010/04/learn-yourself-some-innovation.html
    Wer sich für Innovation und geplante Kreativität interessiert kann da gern mal reinschauen.

    Im übrigen finde ich dass Freiheit mit Kreativität jetzt nicht soviel zu tun hat, dass es rechtfertigt den Artikel selbst danach zu benennen. Mit Kreativitätstechniken schafft man sich doch keine Freiheit, sondern Ideen! Trotzdessen merkt man, dass du dir Gedanken dazu gemacht hast.

  3. 3 Martin sagte zu 14:21 am 22. Juni 2011:

    Der letzte Punkt “Die Perspektive wechseln” könnte noch etwas ausgebaut werden. Da ist noch Potential.

    Ach zu meinem Vorsprecher : Kreieren als Grundelement. Naja schon, aber was bedeutet das. Wie macht man das. Als Grundelement würd ich es vielleicht nicht nehmen. Dazu ist es nicht trivial und einfach genug.

Hinterlasse einen Kommentar