Erstellt am: 6. Februar 2013 | Author: Pierre | Kategorie: Linkbuilding | Keine Kommentare »
Bei den Pokémon liegt es in ihrer Natur, dass sie sich weiterentwickeln. Ich behaupte, dass es beim Linkbuilding genau das gleiche ist. Es wird sich weiterentwickeln. Die Frage ist doch: Wo entwickelt es sich hin? Wer gestaltet seine Entwicklung? Die Antwort ist einfach: Wir bestimmen wohin die Reise dieser jungen Technik geht und wir richten ihre Evolution nach unseren Bedürfnissen aus. Linkbuilding wird das was wir draus machen. 3 Ansätze wo wir landen können.

Bildquelle: Flickr, lydia_shiningbrightly
Der Linkaufbau musste sich nach den Attacken von Panda und Pinguin weiterentwickeln. Der massenhafte automatisierte Aufbau von Backlinks konnte so nicht weitergeführt werden. Google hat die Techniker von der Linkbuilding-Bühne gedrängt und damit Platz für die Linkaufbau-Psychologen gemacht. Auf einmal gilt Qualität statt Quantität. Menschen wollen überzeugt werden, nicht zugespammt. Der Linkaufbau hat eine Qualitätswende hingelegt, die sich gewaschen hat.
3 Folgen der aktuellen Entwicklungen sind schon heute deutlich erkennbar. Linkbuilding ist …
- Menschlicher geworden. Die Kommunikation zählt. Jeder Link kann verhandelt werden. Beim Linkbuilding werden nicht nur Seiten miteinander verknüpft, sondern auch die Menschen hinter den Webprojekten.
- Aufwändiger geworden. Nach den aktuellen Entwicklungen müssen mehr Ressourcen in den Linkaufbau investiert werden. Die Kommunikation mit Webmastern muss stattfinden. Es müssen Verhandlungen geführt werden und hochwertiger Content muss erstellt werden. Ebenso fordert die Recherche passender Linkpartner Zeit als Tribut.
- Risikoreicher geworden. Nicht jeder Link zieht Erfolg nach sich. Manche Links brauchen Monate bis sie wirken, andere nur wenige Tage. Einige wirken auch gar nicht. Es bleibt unklar, welche Auswirkungen ein Link hat.
Doch eins bleibt dabei wahr: Linkbuilding ist nicht tot zu kriegen. Diese Formulierung ist zwar salopp, trifft aber den Kern sehr gut. Linkbuilding hat den Panda überlebt. Linkbuilding hat den Pinguin überlebt. Linkbuilding hat Social Media überlebt. Google hasst offiziell Links und trotzdem sind sie immer noch wichtig, um Rankingerfolge zu feiern. Linkbuilding ist als Technik potentiell unvergänglich. Es unterliegt (wie andere Bereiche der Suchmaschinenoptimierung) ständiger Entwicklung. Nun in 2013 in Post-Panda und Post-Pinguin Zeiten, wo alte SEO-Kleider abgestreift werden, ist es an der Zeit, dass der Linkaufbau sich wieder einmal weiterentwickelt.
Ich möchte drei Entwicklungsmöglichkeiten vorstellen.
Linkbuilding wird zum Inbound Marketing (Möglichkeit 1)
Ziel: Eigene Inhalte auf nicht-eigenen Portalen platzieren.
Mit der Einordnung in das Inbound Marketing (auch Content Marketing genannt) wird das Linkbuilding aus dem SEO-Bereich herausgelöst und unter das Dach der Marketing-Techniken gestellt. Ziel beim Inbound Marketing ist es potentielle Kunden auf fremden (also nicht eigenen) Webseiten zu erreichen, um diese dann auf die eigene Webseite zu leiten. Eine bekannte Technik des Inbound Marketings ist das Gastartikelmarketing.
Es gilt also zunächst passende Linkpartner zu finden, um anschließend mit diesen in eine Verhandlung, um einen Gastbeitrag zu treten. Bei positivem Abschluss dieser Gespräche erfolgt die Veröffentlichung eines Beitrages auf der fremden Webseite.
Die großen Herausforderungen bei dieser Art von Linkaufbau liegen in der Recherchezeit für passende Partner und den Qualitätsanforderungen an die Beiträge. Denn diese Inhalte sollen den Webseitenbetreiber überzeugen ihn zu veröffentlichen und die Besucher überzeugen auf den enthaltenen Link zu klicken.

Linkbuilding wird zur Netzbildung.
Die Zielgruppe definiert meist die Webseiten mit denen in Kontakt getreten werden sollte. Wer erfolgreich im Inbound Marketing sein möchte, sollte …
- seine Zielgruppe kennen.
- wissen, wofür sich die Zielgruppe interessiert bzw. welche Probleme sie hat.
- Wissen, wo sich die Zielgruppe informiert und im Internet aufhält.
Auf diese Weise zeigen sich die Webseiten, die in Betracht kommen. Wer Webseiten gefunden hat, sollte nun passende herausfiltern. Als Filter können folgende Metriken dienen:
- Ausreichende Aktivität der Nutzer. (Kann über den AlexaRank geschlossen werden oder über Eigenaussagen der Webseitenbetreiber.)
- Qualität des Traffics. Wie viele Nutzer klicken auf Links? Wie viele konvertieren?
Wer passende Webseiten gefunden hat, sollte sich fragen, welcher Content für die Zielgruppe interessant ist. Bei einigen reicht eine Infografik, andere wollen ein Tutorial. Es können natürlich auch andere Inhaltsformen verwendet werden:
- Problemlösung
- eBook
- Ratgeber
- Kostenloses Tool
- Video
- Studie
Wichtig ist, dass der Content die eigene Zielgruppe anspricht und Aufforderungen enthält, die zum Klicken animieren.
Linkbuilding wird zum Reputation Management (Möglichkeit 2)
Ziel: Vermarktung mit der Absicht bekannt zu werden.
Sollte das Linkbuilding sich dem Reputation Management unterordnen, so würde es eine Methode werden, die dem Aufbau einer Marke dient bzw. dem Erlangen eines Expertenstatus nützt. Linkbuilding würde dabei, die Netze spinnen, die auf die eigene Webpräsenz zurückleiten. Richtig, ohne eigene Webseite würde das Online Reputation Management nicht funktionieren. Dies gilt für einzelne Personen, als auch für Shops oder für Firmen.
Ein Indiz das dies die Zukunft des Linkbuildings sein kann, ist Googles AuthorRank. Dieser rückt Personen in den SERPs in den Vordergrund und bildet ihr Profilbild neben ihrem SERP-Eintrag ab. Mit dem Erlangen eines Expertenstatus können eigenen Produkte bzw. Ziele in den Vordergrund gerückt werden. Es ist dabei egal, ob jemand Experte für Kochmesser wird oder Experte im SEO. Wichtig ist die Qualität der Teilnahme.

Das Leben findet nicht allein, sondern im Netzwerk statt.
Die eigene Popularität bzw. Bekanntheit wird gesteigert durch eine aktive Kommunikation. Dies findet auf der eigenen Webseite durch interessante Beiträge statt, die Mehrwert bieten und Leser anziehen. Ebenso wird die Kommunikation mit der Szene gefördert, wenn auf fremde Beiträge mit eigenen Texten reagiert wird.
Daneben stellt die Teilnahme auf anderen Webseiten – sei es durch Kommentare oder Gastbeiträge – eine gute Möglichkeit dar, um seine Bekanntheit zu vergrößern, in dem neue Leser erreicht werden. Foren und Social Media Sites (wie Facebook, Twitter oder Google+) sollten ebenso nicht vernachlässigt werden.
Die Bekanntheit im Internet baut sich nicht durch bloße Präsenz auf, sondern durch die Qualität und Vermarktung der eigenen Inhalte. Wer bekannt werden möchte, sollte hochwertige Inhalte produzieren. Im Internet wird (mehrheitlich) schriftlich kommuniziert. Die Qualität ist dabei entscheidend, denn meistens haben Leser keinen anderen Ansatzpunkt.
Die Offline-Welt zum Aufbau einer eigenen Marke sollte nicht vernachlässigt werden. So bieten Konferenzen gute Möglichkeiten durch eigene Vorträge sich und seine Arbeit darzustellen.
Linkbuilding wird zum Trafficbuilding (Möglichkeit 3)
Ziel: Traffic-Ströme auf die eigene Webseite leiten.
Linkaufbau könnte natürlich auch zum reinen Anzapfen von Trafficquellen dienen. Hierbei ist das offensichtliche Ziel viel Traffic auf die eigene Webseite zu lenken, um über das Konvertieren der Besucher Geld zu verdienen in dem a) diese auf Affiliate Links klicken, b) Werbung konsumieren oder c) Produkte kaufen.
Hier gibt es natürlich zwei Entwicklungsmöglichkeiten, denn nicht jeder Traffic ist hochwertig. So gibt es Traffic, der den AlexaRank der Seite senkt, aber keinerlei Konversion nach sich zieht. Linkbuilder mit einem Traffic-Schwerpunkt in Ihrer Arbeit müssten nur Quellen anzapfen von denen Themenrelevante Besucher kommen, die konvertieren können.
Wer solche Quellen sucht, kann direkt in gut besuchte Web 2.0 Seiten gehen und dort versuchen einen Link zu platzieren oder er erstellt hochwertige Inhalte, die nach entsprechender Vermarktung von anderen Webseiten verlinkt werden.

Viele Verweise, ein Ziel: Traffic!
Ohne hochwertige Inhalte kommt auch diese Entwicklungsform des Linkaufbaus nicht aus, denn a) Besucher, die auf eine Seite gelockt werden, wollen unterhalten werden und b) die Links auf externen Webseiten rechtfertigen sich (oft nur) mit der Existenz hochwertiger Beiträge. Auf diese Weise wird der gesetzte Link zu einer Quellenangabe. Dies ist eine gängige Konvention, die jeder Linkbuilder kennen sollte.
Was wird nun aus dem Linkbuilding?
Linkbuilding allein reicht nicht aus für den Erfolg im Web. Inhalte werden auf gut aussehenden und funktionierenden Webseite benötigt. In meinen Augen kann die Vermarktung erst stattfinden, wenn genügend und gute Inhalte existieren. Linkbuilding geht also Hand in Hand mit dem Content, wobei der Content dem Linkbuilding voraus geht.
Die Ziele des Linkbuildings: Aufbau einer Marke und Akquirierung von Traffic durch Onpage- und Offpage-Maßnahmen überlappen sich. Linkbuilding wird komplex bleiben, da jeder gesetzte Link dem Aufbau einer Marke dient und jeder gesetzte Link Besucher auf die eigene Webseite leiten soll. Dies sollte jeder wissen. Webseitenbetreiber bestimmen mit ihren Inhalten und ihren Zielen den Fokus des Linkbuildings.
Was glaubst du wird aus dem Linkbuilding? Schreib mir doch einen Kommentar.
Google+